Fällt der Strom aus, brechen nach den Erfahrungen vergangener Stromausfälle in der Regel schon zu Beginn auch Festnetz und Mobilfunk zusammen. Notrufe über 112 und 110 sind dann nicht mehr möglich. Für diesen Fall gibt es im Landkreis Hameln-Pyrmont sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme. In der Gemeinde Emmerthal sind es 17 Anlaufstellen, wie aus der Übersicht des Landkreises hervorgeht.
Feuerwehr besetzt die Häuser in der Regel nach einer halben Stunde
Beschlossen haben das Konzept der Landkreis, die Städte und Gemeinden und die Feuerwehren gemeinsam. Die Leuchttürme sind überwiegend Feuerwehrhäuser. Nach Angaben des Landkreises werden sie grundsätzlich nach 30 Minuten von der Feuerwehr im betroffenen Ortsteil besetzt.
Dort können Bürgerinnen und Bürger zu Fuß oder nach kurzer Fahrt ein Hilfeersuchen abgeben, das sie telefonisch nicht mehr absetzen können. Die Einsatzkräfte können dann direkt helfen oder die Meldung an die Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland in Hameln weitergeben. Mehr leisten die Leuchttürme vorerst größtenteils nicht: Die meisten Gebäude haben derzeit keine Notstromversorgung, so der Landkreis.
Die Standorte in Emmerthal
Anlaufstellen sind die Feuerwehrhäuser in Amelgatzen (Emmerstraße 8), Bessinghausen (Unter der Hasselburg 4), Börry (Frenker Straße 3), Brockensen (Kapellenweg 4), Emmern (Am Wiecherhof 4), Esperde (Ilsestraße), Frenke (Am Thie), Grohnde (Südstraße 2A), Hagenohsen (Hastenbecker Weg), Hajen (Bauernstraße 5), Hämelschenburg (Steiniger Weg), Latferde (Hajener Straße 19), Lüntorf (Buchhorststraße 22), Ohr (Untere Weide 12), Voremberg (Am Hastebach 1) und Welsede (Landert 6). In Kirchohsen ist es die Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses an der Reherstraße 15.
Einen überregionalen, lang anhaltenden Stromausfall, einen sogenannten Blackout, halten Bundesnetzagentur und Energieversorger nach Angaben des Landkreises für höchst unwahrscheinlich. Im Kreisgebiet seien in den vergangenen Jahren aber mehrere örtlich begrenzte Stromausfälle von wenigen Sekunden bis zu mehreren Stunden dokumentiert worden. Auch Unwetter oder Sabotage könnten Netze beeinträchtigen. Die Übersicht aller Leuchttürme im Kreis steht auf der Katastrophenschutz-Seite des Landkreises Hameln-Pyrmont. Erreichbar ist der Katastrophenschutz in der Süntelstraße 9 in Hameln unter 05151/903-2401 und 05151/903-2403.

