55.000 Stimmen: Wer bei der Nacht des Ehrenamts in Hameln gewann

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Ein Tiernotruf aus Aerzen, ein Trainer aus Reher, ein Thekenteam aus Emmerthal: Bei der dritten „Nacht des Ehrenamts“ in der Hamelner Rattenfängerhalle sind am Freitagabend, 23. Oktober 2026, Ehrenamtliche aus dem Landkreis in zehn Kategorien ausgezeichnet worden. Nach Angaben des Veranstalters AWesA kamen weit mehr als 1.000 Gäste. Über die Platzierungen hatte vorher ein Online-Voting entschieden, für das laut AWesA 55.000 Stimmen abgegeben wurden – nach eigener Darstellung ein Rekord.

Die zehn Erstplatzierten

Bei den Tierschützern lag Susanne Mundhenk-Alpert mit ihrem Team vom Tiernotruf Aerzen vorn, mit 43,45 Prozent der deutlichste Sieg des Abends. Bei den Trainern gewann Robin Merle vom TSV Germania Reher, in der Kategorie Soziales Peter Hempsch vom Kinderschutzbund Bad Pyrmont. Den Kulturpreis bekam Susette Engel von der evangelisch-lutherischen St.-Aegidien-Kirchengemeinde in Holtensen (Stadt Hameln).

Als „Hintergrund-Helden“ wurde das Thekenteam der Handballsparte der TSG Emmerthal geehrt. Gleich zweimal ging Platz eins nach Groß Berkel (Flecken Aerzen): an Julia Zenker vom TSV 05 Groß Berkel in der Kategorie „Ressort-Helden“ und an Alexander Zenker vom selben Verein bei den „Multi-Helden“. Bei den Vorständen gewann André Thielke von der SSG Marienau, bei den Blaulicht-Ehrenamtlichen Andreas Klemme von der Freiwilligen Feuerwehr Afferde. Für die Nachwuchsarbeit wurde Thomas Kurbgeweit von der Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont ausgezeichnet.

Alle Nominierten wurden auf die Bühne gerufen und bekamen eine Urkunde. Die Erstplatzierten erhielten nach Angaben von AWesA erstmals einen Scheck über 500 Euro, gestiftet vom Rotary Club Hameln. Ein Verzehrgutschein über 500 Euro für den stärksten Auftritt in Vereinskleidung ging an die TSG Emmerthal.

Wo viele Kandidaten aus einem Verein kommen

Wer gewinnt, entscheidet bei diesem Format keine Jury, sondern das Online-Voting. In der Kategorie Soziales führt die Ergebnisliste 13 Nominierte auf, neun davon aus der Tönebön Stiftung. Gewonnen hat dort mit 13,31 Prozent Peter Hempsch vom Kinderschutzbund, die Plätze zwei und drei gingen an die Stiftung. Auch in anderen Kategorien reichten Werte zwischen 16 und 23 Prozent für den Sieg.

Was der Staat Ehrenamtlichen steuerfrei lässt

Viele der Geehrten arbeiten in Sportvereinen, Feuerwehren und sozialen Einrichtungen, oft gegen eine kleine Aufwandsentschädigung. Dafür gibt es zwei Freibeträge im Einkommensteuergesetz. Wer nebenberuflich als Übungsleiter, Trainerin oder Betreuer für einen gemeinnützigen Verein oder eine öffentliche Einrichtung tätig ist, kann nach § 3 Nr. 26 EStG bis zu 3.300 Euro im Jahr steuerfrei einnehmen. Für andere nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Vereinen gilt nach Nr. 26a die Ehrenamtspauschale von bis zu 960 Euro im Jahr.

Moderiert wurde der Abend von Maria Bergmann, Vorsitzende des Kreissportbunds Hameln-Pyrmont, und AWesA-Gründer Matthias Koch. Die vollständige Liste aller Nominierten und Platzierten mit Prozentwerten hat AWesA auf seiner Veranstaltungsseite veröffentlicht.

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