Im Landkreis Hameln-Pyrmont meldeten Betriebe im vergangenen Ausbildungsjahr 994 Lehrstellen, 983 junge Menschen suchten einen Platz.
Das geht aus der Bilanz hervor, die die Agentur für Arbeit Hameln am Freitag, 6. November 2026, vorgelegt hat. Gezählt wurde von Mittwoch, 1. Oktober 2025, bis Mittwoch, 30. September 2026. Gegenüber dem Vorjahr meldeten sich im Kreis 36 Bewerberinnen und Bewerber mehr, die Zahl der gemeldeten Stellen sank um sieben.
Zum Stichtag 30. September waren im Landkreis 84 Ausbildungssuchende noch ohne Platz oder eine andere konkrete Perspektive, genauso viele wie ein Jahr zuvor. 28 Stellen blieben unbesetzt, 19 weniger als im Vorjahr.
Im ganzen Bezirk mehr junge Menschen ohne Platz
Im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Hameln, der auch die Landkreise Holzminden und Schaumburg umfasst, stieg dagegen die Zahl der Unversorgten. Dort waren Ende September 177 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz oder andere Perspektive, 43 mehr als ein Jahr zuvor. Die Betriebe im Bezirk meldeten 2.344 Stellen, 80 weniger als im Vorjahr, 49 davon blieben unbesetzt. Rechnerisch stand laut Arbeitsagentur dennoch für fast jeden Bewerber eine Stelle zur Verfügung.
Viele Wünsche fürs Büro, viele Stellen im Handel
Am häufigsten wünschten sich die Jugendlichen im Bezirk eine Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Büromanagement (156 Nennungen), als Verkäuferin oder Verkäufer (150) oder in der Kfz-Mechatronik mit Schwerpunkt Pkw-Technik (146). Die Betriebe boten die meisten Plätze im Handel an: 228 für Kaufleute im Einzelhandel und 170 für Verkäuferinnen und Verkäufer. Im Büromanagement waren es 78.
Die IHK Hannover sieht weiter Probleme bei der Besetzung. Viele Unternehmen hätten Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, besonders in der Industrie, im Gastgewerbe, in der Logistik und in technischen Berufen, erklärte Annina Häfemeier, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Hameln. Rund jeder zweite Betrieb berichte von fehlenden oder ungeeigneten Bewerbungen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei leicht gesunken.
Unterstützung auch nach dem Start
Jens Auberg, Teamleiter der Berufsberatung für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden, nannte es „sehr erfreulich“, dass die Zahl der gemeldeten Stellen fast gleich geblieben sei.
Wer schon in der Ausbildung ist und Hilfe braucht, kann sich laut Auberg an die Arbeitsagentur wenden: „Sollte sich beispielsweise nach Aufnahme einer Ausbildung zeigen, dass Auszubildende Nachhilfeunterricht oder andere Unterstützung benötigen, können wir hier im Rahmen der assistierten Ausbildung behilflich werden.“
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