Schulen, Kitas und Schwimmvereine im Weserbergland können sich bis Sonntag, 31. Januar 2027, um Bundesgeld für zusätzliche Schwimmkurse bewerben. Darauf weist der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps hin. Grundlage ist das Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“, das das Bundeskanzleramt gemeinsam mit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) umsetzt. Für die Jahre 2026 bis 2029 seien bis zu 20 Millionen Euro vorgesehen. Knapp 60 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland könnten nicht sicher schwimmen, so Schraps.
Kooperationen, Schwimmlotsen, Ausbilder
Gefördert werden nach Angaben des DSV Kooperationen von Schulen, Kitas, Ganztagseinrichtungen, Schwimmvereinen und DLRG-Gliederungen, die zusätzliche Angebote zur Wassergewöhnung und zum Schwimmenlernen schaffen. Das Geld kann etwa in zusätzliche Wasserzeiten, qualifiziertes Ausbildungspersonal, Transport- und Begleitangebote oder inklusive Angebote fließen. Besonders betroffen sind nach Angaben des Verbands Kinder aus Familien mit geringem Einkommen, aus strukturschwachen Regionen sowie Kinder mit Behinderung oder besonderem Unterstützungsbedarf.
In bis zu 15 Modellregionen fördert das Programm außerdem regionale Schwimmlotsen, die Vereine, Schulen und Kitas vor Ort vernetzen und verfügbare Wasserzeiten, Ausbildungspersonal und Zielgruppen zusammenführen. Die dritte Säule sind neue Qualifizierungsangebote für Menschen, die in der Schwimmausbildung arbeiten oder sich dort engagieren wollen. Bestehende Angebote der Länder und Kommunen würden durch das Bundesprogramm ergänzt, erklärt Schraps.
Hameln: „Ein Bad allein reicht nicht“
Schraps verweist auf das Hallenbad am Einsiedlerbach in Hameln, das nach mehrjährigem Umbau am Freitag, 23. Oktober, als „aquaEINS“ wieder geöffnet hat. Der Bund habe die Sanierung mit rund vier Millionen Euro unterstützt. „Aber ein Bad allein reicht nicht, damit Kinder sicher schwimmen lernen. Es braucht auch genügend Schwimmkurse und Menschen, die sie anbieten“, sagt der Abgeordnete. Er hoffe, dass Schulen, Kitas, Vereine und DLRG-Gliederungen in der Region die Förderung gemeinsam nutzen.
Anträge können laut Schraps bis Sonntag, 31. Januar 2027, eingereicht werden; sie gehen nach Angaben des DSV ausschließlich als PDF per E-Mail an dls@dsv.de, die verbindlichen Formulare stellt der Verband im Förderaufruf auf seiner Seite zum Programm bereit. Mit einer Bewilligung rechnet Schraps im zweiten Quartal 2027. Die geförderten Projekte müssen bis Montag, 31. Dezember 2029, abgeschlossen sein.
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