Mit mehr als doppelt so hoher Geschwindigkeit wie erlaubt ist ein Autofahrer am Donnerstag, 16. Juli 2026, durch Brevörde gefahren. Bei Messungen mit einem Handlasergerät stellte die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden in dem Ortsteil der Gemeinde Polle im Landkreis Holzminden nach eigenen Angaben eine Geschwindigkeit von 108 km/h fest – nach Abzug der Toleranz. Erlaubt sind innerhalb der Ortschaft 50 km/h.
Der BMW war in Richtung Bodenwerder unterwegs. Am Steuer saß nach Angaben der Polizei ein 38-Jähriger aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont.
Polizei geht von Vorsatz aus
Weil die gemessene Geschwindigkeit mehr als doppelt so hoch war wie erlaubt, geht die Polizei von vorsätzlichem Handeln aus. Gegen den Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Nach Angaben der Polizei drohen ihm ein Bußgeld von 1.120 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein zweimonatiges Fahrverbot. Die endgültige Entscheidung trifft die zuständige Bußgeldstelle.
Polizeisprecher Justus Weigel wies darauf hin, dass ein Fahrzeug bei 108 km/h in einer Sekunde 30 Meter zurücklege. Für eine Reaktion auf Gefahren bleibe kaum Zeit, ein solches Verhalten gefährde Menschenleben.
Warum Vorsatz das Bußgeld verdoppelt
Die Höhe des angekündigten Bußgelds hat einen rechtlichen Hintergrund: Der Bußgeldkatalog geht grundsätzlich von fahrlässigen Verstößen aus. Wird ein Tatbestand dagegen vorsätzlich verwirklicht, verdoppelt sich nach § 3 Absatz 4a der Bußgeldkatalog-Verordnung der Regelsatz, sofern dieser über 55 Euro liegt. Die Tempogrenze von 50 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften gilt laut § 3 der Straßenverkehrs-Ordnung für alle Kraftfahrzeuge.

