Wer mit der S-Bahn zwischen Hameln und Hannover pendelt, muss sich im November auf Lücken im Fahrplan einstellen. Wegen des Baus von Lärmschutzwänden in Hameln fallen auf den Linien S5 und S51 ab Montag, 2. November 2026, Züge aus, andere verspäten sich. Das teilt die S-Bahn Hannover mit, die von der Transdev Hannover GmbH betrieben wird.
Am stärksten trifft es die S51. Von Montag, 2. November, bis Freitag, 6. November, fährt sie nicht zwischen Hameln und Hannover Hauptbahnhof, sondern nur zwischen Seelze und Hannover Messe/Laatzen. Einen Ersatzverkehr für diesen Abschnitt nennt die Mitteilung der S-Bahn nicht.
Zwischentakt fällt fast den ganzen Monat aus
Bei der S5 entfällt vom 2. bis 7. November der Zwischentakt zwischen Springe und Hameln. Die Fahrten, die in der Hauptverkehrszeit von und nach Bad Pyrmont verlängert werden, fallen ebenfalls weg. Sie beginnen und enden stattdessen in Springe. Betroffen sind damit auch Fahrgäste in Bad Münder, das an diesem Abschnitt liegt.
Nach einer kurzen Pause geht es weiter: Von Sonntag, 8. November, etwa 18 Uhr, bis Montag, 30. November, etwa 5 Uhr, gelten dieselben Einschränkungen noch einmal. Für die ausfallenden Fahrten fahren Busse zwischen Springe beziehungsweise Bad Pyrmont und Hameln. Einen Busfahrplan enthält die Mitteilung der S-Bahn bislang nicht.
Der Haupttakt der S5 nach und von Paderborn bleibt bestehen. Züge in Richtung Paderborn können ab Springe allerdings verspätet sein. Die S-Bahn rät, vor jeder Fahrt in der DB-App, im FahrPlaner oder in der ÜSTRA-App nachzusehen. Auch die DB InfraGO AG informiert über die Arbeiten.
Nicht die erste Sperrpause für Lärmschutz
Für Pendler aus dem Weserbergland ist das nicht neu. Schon im August 2025 hatte die S-Bahn Hannover den Verkehr zwischen Hameln und Springe eingeschränkt, damals ebenfalls wegen Arbeiten an Lärmschutzwänden. Vom 9. bis 12. August fuhr zwischen Hameln und Springe Schienenersatzverkehr, danach war der Abschnitt bis zum 22. August nur eingleisig befahrbar. Die S51 fiel vom 11. bis 22. August zwischen Hannover-Bismarckstraße und Hameln aus.
Für Lärmschutz an bereits bestehenden Bahnstrecken gibt es das Förderprogramm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“. Der Bund finanziert es seit 1999 freiwillig aus eigenen Haushaltsmitteln, umgesetzt wird es von der Bahntochter DB InfraGO. Neben Schallschutzwänden gehören dazu auch Schallschutzfenster und Lüfter für Häuser an der Strecke. Ob die Wände in Hameln aus diesem Programm bezahlt werden, wie lang sie werden und welche Straßen sie schützen sollen, geht aus der Mitteilung der S-Bahn nicht hervor.

