Aerzen: IG Metall meldet Warnstreik bei Lenze, Verhandlung am Freitag

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Bei Lenze in Aerzen haben mehrere Gesellschaften am Warnstreik der IG Metall teilgenommen. Das berichtet der Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt der Gewerkschaft für Mittwoch, 4. November. An diesem Tag legten nach seinen Angaben in beiden Ländern über 6.000 Beschäftigte die Arbeit nieder.

Tarifrunde Metall und Elektro
Forderung IG Metall5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung, Laufzeit zwölf MonateAngebot ArbeitgeberEinmalzahlung im Juli 2027, 1,3 Prozent mehr im Juli 2028Nächste VerhandlungFreitag, 6. November 2026

5 Prozent gefordert, 1,3 Prozent angeboten

Die IG Metall verlangt 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung bei zwölf Monaten Laufzeit. Dazu kommen nach ihren Angaben eine soziale Komponente für die unteren Entgeltgruppen, eine Stärkung der Beschäftigungssicherung und eine tarifliche Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich starken Betrieben.

NiedersachsenMetall legte in der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag, 27. Oktober, ein Angebot vor. Es sieht laut dem Arbeitgeberverband eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027 und 1,3 Prozent mehr in den Entgelttabellen im Juli 2028 vor. Die Laufzeit soll bis Ende 2028 reichen. Die Einmalzahlung soll sich nach der sogenannten Automatischen Differenzierung an die wirtschaftliche Lage der Unternehmen anpassen lassen; die IG Metall schreibt, die Betriebe könnten sie unter bestimmten Umständen streichen.

Gewerkschaft spricht von Minusrunde, Verband warnte vor Belastungen

„Zwanzig Monate ohne dauerhaftes Plus sind eine Minusrunde“, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger. Die Arbeitgeber müssten in der nächsten Verhandlung ein Angebot vorlegen, über das sich ernsthaft verhandeln lasse.

Der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Volker Schmidt, hatte bei der Vorlage des Angebots gesagt: „Wir wollen eine Lösung. Aber wir dürfen die wirtschaftliche Realität nicht ausblenden.“ Die weltweite Industrieproduktion sei seit 2018 um 15 Prozent gewachsen, die Produktion „unserer Metall- und Elektroindustrie“ um 15 Prozent eingebrochen. Die Arbeitgeber wollen die Automatische Differenzierung dauerhaft fortschreiben und ausweiten und fordern ein zusätzliches betriebliches Instrument, das Spielraum für Investitionen, Innovationen, Standorte und Beschäftigung schaffen soll.

Am Freitag, 6. November, treffen sich IG Metall und NiedersachsenMetall zur dritten Verhandlung für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie. Für Donnerstag, 5. November, und Freitag, 6. November, hat die Gewerkschaft in den Tarifgebieten erneut zu Warnstreiks aufgerufen.

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