Ein 61-jähriger Motorradfahrer ist am Sonntag, 2. August 2026, gegen 14.38 Uhr auf der B 442 bei Bad Münder schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden stieß er auf der Ortsumgehung Eimbeckhausen in Fahrtrichtung Lauenau mit einem Reh zusammen, das die Fahrbahn überquerte.
Rund 60 Meter weit geschleudert
Der Mann wurde laut Polizei von seiner BMW geschleudert und kam etwa 60 Meter hinter der Stelle des Zusammenstoßes zum Liegen. Ein Rettungswagen brachte ihn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus nach Minden.
Hinter ihm fuhr ein Familienangehöriger auf einem weiteren Motorrad. Er konnte nach Polizeiangaben rechtzeitig bremsen und war nicht in den Unfall verwickelt. Das Reh verendete an der Unfallstelle.
B 442 mehr als eine Stunde gesperrt
Weil Betriebsstoffe ausgelaufen waren, reinigten die Straßenmeisterei Stadthagen und eine Fachfirma die Fahrbahn. Die B 442 war in Richtung Lauenau von 14.49 Uhr bis 16.04 Uhr vollständig gesperrt.
Rehe sind die häufigsten Unfallgegner
Nach Angaben der Landesverkehrswacht Niedersachsen ist bei rund 80 Prozent aller Wildunfälle ein Reh beteiligt, bei etwa zehn Prozent ein Wildschwein. Besonders gefährlich sind demnach die frühen Morgen- und späten Abendstunden sowie die Monate Mai, Oktober und November. Die Verkehrswacht rät, auf Strecken mit Wildwechsel-Schildern bremsbereit und nicht schneller als 80 Kilometer pro Stunde zu fahren, beide Straßenseiten im Blick zu behalten und mit nachfolgenden Tieren zu rechnen. Unkontrolliertes Ausweichen solle man vermeiden.
Kommt es zum Zusammenstoß, empfiehlt etwa der Versicherer HUK-Coburg, die Unfallstelle mit Warnblinker und Warndreieck abzusichern, bei Verletzten den Notruf 112 zu wählen und die Polizei unter 110 auch dann zu verständigen, wenn niemand verletzt ist. Das Tier sollte man nicht anfassen. Eine Wildunfallbescheinigung von Polizei oder Jäger gilt als wichtigster Nachweis gegenüber der Versicherung.

