Sechs Kaninchen sind aus einer Wohnung in Hameln geholt worden. Bei einem Polizeieinsatz am Mittwoch, 21. Oktober, gegen 11 Uhr stellten Einsatzkräfte dort Hinweise auf eine nicht artgerechte Kaninchenhaltung fest, wie die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden am Montag, 26. Oktober, mitteilte. Das hinzugezogene Veterinäramt des Landkreises Hameln-Pyrmont überprüfte die Haltung und nahm anschließend alle sechs Tiere in Obhut.
Käfig im fensterlosen Flur
Nach Polizeiangaben befanden sich die Kaninchen in einem Käfig im fensterlosen Flur. Die Einsatzkräfte schätzten ihn auf etwa 1,50 Meter Länge, 60 Zentimeter Breite und 40 Zentimeter Höhe. Die Heuraufe war leer, Wasser und etwas Futter waren vorhanden. In der Wohnung gab es nach Polizeiangaben zahlreiche Gegenstände, die für die Kaninchen ein Verletzungsrisiko darstellten. Außerdem fanden sich Kot- und Urinspuren sowie Bissspuren an Kabeln, Tapeten und Türrahmen.
Zwei Mitarbeiterinnen des Veterinäramts bewerteten die Haltungsbedingungen als nicht artgerecht. Eine geeignete andere Unterbringung vor Ort war laut Polizei nicht möglich. Der Halter wurde über das weitere Vorgehen informiert und stimmte zu, dass die Tiere mitgenommen werden.
Verfahren nach dem Tierschutzgesetz
Der Landkreis hat ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Es geht um den Verdacht eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

