Gut 172,6 Millionen Euro: So hoch war die Stadt Hameln Ende 2025 bei Banken und anderen privaten Gläubigern verschuldet. Umgerechnet auf die Einwohner sind das rund 2.965 Euro pro Kopf – der höchste Wert unter den acht Städten und Gemeinden im Landkreis Hameln-Pyrmont. Das geht aus der Schuldenstatistik hervor, die das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) am Dienstag, 7. Juli 2026, veröffentlicht hat.
Erfasst sind nur die sogenannten Kernhaushalte, also nicht die Schulden ausgelagerter Eigenbetriebe, Gesellschaften oder Beteiligungen. Stichtag ist der 31. Dezember 2025.
Von 800 bis fast 3.000 Euro je Einwohner
Hinter Hameln folgen pro Kopf Salzhemmendorf mit rund 2.663 Euro und Coppenbrügge mit rund 2.263 Euro. Aerzen kommt auf 1.931 Euro, Emmerthal auf 1.877 Euro und Bad Pyrmont auf 1.470 Euro. Deutlich niedriger liegen Hessisch Oldendorf mit 939 Euro und Bad Münder mit 799 Euro je Einwohner.
In absoluten Zahlen stehen nach Hameln Bad Pyrmont mit knapp 29 Millionen Euro und Salzhemmendorf mit 24,4 Millionen Euro an der Spitze. Alle acht Kommunen zusammen hatten nach eigener Berechnung rund 311 Millionen Euro Schulden. Hinzu kommt der Landkreis selbst: Er war mit rund 222,5 Millionen Euro verschuldet, das sind 1.484 Euro je Einwohner des Kreises.
Kassenkredite in Hameln und beim Kreis
Ein Teil der Schulden sind Kassenkredite, mit denen Kommunen kurzfristig ihre Zahlungsfähigkeit sichern. Laut LSN-Tabelle hatte die Stadt Hameln davon rund 29,1 Millionen Euro, der Landkreis 72 Millionen Euro. Salzhemmendorf (2,6 Millionen Euro) und Coppenbrügge (1 Million Euro) nutzten ebenfalls Kassenkredite, die übrigen fünf Kommunen keine.
Landesweit stiegen die Schulden der kommunalen Kernhaushalte nach Angaben des Landesamts 2025 um rund 21,5 Prozent auf etwa 21,6 Milliarden Euro. Die Kassenkredite legten um 67 Prozent zu. Die Werte aller niedersächsischen Kommunen stehen in der Tabellenanlage zur Pressemitteilung des LSN.

